Das Raclette - als Sonderform des Grillens – erfreut sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Gemeint ist bei der Verwendung des Wortes meist nicht mehr der ursprüngliche Raclette-Käse aus der Schweiz, sondern der Raclette-Ofen.
Hierfür wird ein besonderer Tischgrill (Raclette-Ofen) benötigt, der elektrisch erhitzt wird. Dieser Grill besteht in der Regel aus zwei Ebenen. In der unteren werden die sogenannten Raclette-Pfannen eingebracht und das auf ihnen untergebrachte Grillgut von oben erhitzt. Darüber befindet sich eine – meist – teflonbeschichtete Grillplatte auf der weiteres Grillgut erhitzt oder warm gehalten werden kann.
Die Ursprünge des Raclettes gehen auf das frühe Mittelalter zurück. Ursprünglich wurde dabei Schweizer Almkäse erhitzt und mit weiteren Zutaten verspeist. Dabei war primär von Bedeutung, dass der so aufbereitete Käse eine besonders nahrhafte Ernährung für die Almbauern von damals war. Heute wird der Raclette-Käse im Lebensmittelhandel meist schon aufgeschnitten in Scheiben gekauft und dient der Beilage - wie die vielen anderen Zutaten des Raclettes auch.
Der Grill ist nach dem Einschalten innerhalb weniger Minuten auf Betriebstemperatur und bereit für den Einsatz. Durch die spezielle Konstruktion des Grills ist die Verwendung des Grills in geschlossenen Räumen ungefährlich. Es sollte lediglich darauf geachtet werden, den Heizstäben nicht zu nahe zu kommen. Das Raclette wird gerne in einer größeren Gruppe angerichtet. Die Raclette-Ofen haben standardmäßig etwa 6 – 8 Schaufeln zur Verfügung die gleichzeitig benutzt werden können. Durch die relativ kleinen Portionen, die in den Schälchen angerichtet werden können sind mehrere Gänge nötig. Deshalb zieht sich ein Raclette-Abendessen meist mehrere Stunden und ist ein sehr geselliger Akt. Besonders beliebt sind Raclettes in der kalten Jahreszeit und zu Silvester. Raclette-Grills gibt es ab ca. 50 Euro zu kaufen.